Gewicht abnehmen – aber bitte nur der Gesundheit zuliebe
Haben Sie sich schon einmal die Frage gestellt, warum Sie Gewicht abnehmen wollen?
Sind es gesundheitliche Probleme oder ist es einfach aufgrund des fortwährenden Schlankheitswahns?
Gut aussehen, liegt in erster Linie im Auge des Betrachters. Wer sein Normalgewicht hat und auch hält, braucht keine Diät. Sich dem gesellschaftlichen Schlankheitswahn anschließen zu wollen, ufert letztlich in unüberwindbare Essstörungen aus. Magersucht oder Bulimie sind ernstzunehmende psychische Störungen, denen Frauen wie Männer verfallen können.
Wer sagt Ihnen außerdem, dass Sie nur mit Ihrem Idealgewicht gut aussehen? Wohlfühlen, mit einem akzeptablen Gewicht, welches in Ihrem Schwankungsbereich liegt. Wegen 2 oder 3 Kilogramm in Panik zu verfallen, ist Schwachsinn und zeugt zugleich von mangelndem Selbstbewusstsein und einem fehlenden Körperbewusstsein.
Abnehmen aus gesundheitlichen Gründen hingegen, stellt einen vollkommen verständlichen und legitimen Aspekt dar. Übergewichtige Personen zählen zu einer Risikogruppe, die leicht Herz-Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck, Arterienverkalkungen und Diabetes zum Opfer fallen.
Um diesem vorzubeugen, sollte eine Gewichtsreduktion auf alle Fälle angestrebt werden. Am besten gelingt dies unter ärztlicher Aufsicht.
Der richtige Effekt stellt sich jedoch nur dann ein, wenn eine ganzheitliche Ernährungsumstellung vorgenommen wird. Unter ärztlicher Aufsicht wird zunächst der Körperfettgehalt bestimmt und unter Einbeziehung der Lebensgewohnheiten ein Ess- und Sportplan aufgestellt. Mono- oder gar Nulldiäten kommen für eine derartige Gewichtsreduktion nicht in Frage. Ausgewogene Ernährung, abwechslungsreicher Sport und vor allem der Spaß und die Motivation helfen, dauerhaft Gewicht abzunehmen, tragen dazu bei, dass das Vorhaben ein Erfolg wird.
Zu guter letzt stellt sich jedoch die Frage: Was bedeutet gesund abnehmen überhaupt?
Bei einer ausgewogenen und gesunden Ernährungsumstellung im Zusammenhang mit einem ausgefeilten Sportprogramm werden die Pfunde auf der Waage kaum schmelzen.
Woran das liegt? Ganz einfach, Sport verhilft dem Stoffwechsel auf die Sprünge und greift, im richtigen Maße betrieben, die eigenen Fettreserven an. Nach und nach werden diese in Muskeln umgewandelt. Muskeln sind immer schwerer als Fettgewebe. Je mehr Muskeln aufgebaut werden, desto höher schnellt auch der Zeiger der Waage. Die beste Methode, eine Veränderung am Körper festzustellen, ist das Maßband. Hieran werden Sie sehen, wie sich Taille und Hüfte zum Positiven verändert haben, während die Waage einige Kilogramm mehr anzeigt.
Berechnungsgrundlagen wie der Body Mass Index bieten daher keine zuverlässige Grundlage. Durchtrainierte Personen, mit einem niedrigen Körperfettgehalt, werden gemäß Body Mass Index dennoch als übergewichtig angesehen, nur weil das Verhältnis zwischen Körpergröße und Gewicht nicht stimmt.
Vertrauen Sie bei einer Diät auf Ihr Körpergefühl. Verbannen Sie die Waage aus Ihrem Badezimmer und greifen Sie stattdessen zum Maßband.










