Abnehmen und Fasten – Durch Fasten zum Wunschgewicht

Das Fasten blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bereits im frühen Christentum wurde diese Praktik angewandt, damals jedoch mit der Absicht Buße zu tun. Heute steht der gesundheitliche Gesichtspunkt im Vordergrund. Gewichtsreduktion, innerliche Reinigung und die Stärkung des allgemeinen Wohlbefindens sind nur einige Aspekte die Anwendung finden.

Was verbirgt sich hinter dieser Methode? Geprägt von ihrem christlichen Ursprung beginnt die Fastenzeit zu Aschermittwoch und dauert ganze 40 Tage an. In erster Linie stehen der Gedanke der Selbstreinigung sowie die Anregung des körpereigenen Stoffwechsels im Vordergrund. Mit bewusstem Verzicht, sollen Körper und Seele wieder zu einer Einheit verschmelzen und eine ganzheitliche Form finden. Abnehmen ist lediglich ein positiver Nebeneffekt.

Wer gezielt abnehmen möchte nutzt das Heilfasten, wobei religiöse Aspekte bei dieser Methode völlig außer Acht gelassen werden. Die Möglichkeiten sind jedoch unzählig. Je nach Geschmack und gewünschtem Ziel kann auf Mayr-Kuren, Buchinger-Heilfasten, Teefasten, Schrothkur, Saftfasten oder Molkefasten zurückgegriffen werden. Allesamt das gleiche Ziel verfolgend, unterscheiden sie sich maßgeblich in der Einnahme von Lebensmitteln. Während beim Teefasten, Molkefasten und Buchinger-Heilfasten komplett auf feste Nahrung verzichtet wird, übt die Schrothkur keinen totalen Verzicht. Üppige Mahlzeiten können auch hier nicht erwartet werden, vielmehr wird die Kur durch kalorien- und eiweißhaltige unterstützt. Die Schrothkur gilt als eine der bekanntesten und beliebtesten Methoden. Im Unterschied zu einer radikalten Nulldiät werden derartige Vorhaben in aller Regel ärztlich begleitet.

Gerade durch den strikten und konsequenten Verzicht auf feste Nahrung, eignet sich das Fasten nicht für jeden Personenkreis. Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schwangere, Diabetiker und Personen mit Magenerkrankungen dürfen sich einem derartigen Programm nicht unterziehen. Zu sehr können gesundheitliche Risiken dominieren. Auch die regelmäßige Einnahme von Medikamenten kann das Vorhaben zu Nichte machen.

Neben fester Nahrung muss zusätzlich auf Kaffe, Nikotin und Alkohol verzichtet werden, da sich diese Genussmittel mit der Entgiftung und Entschlackung des Körpers nicht vereinen lassen.

Heilfasten übt eine immense Belastung auf Körper und vor allem auf den Kopf aus, so dass diese Kuren nur begrenzt durchgeführt werden können.

Ärztliche Empfehlungen raten zu maximal 4 Wochen im Jahr. Schon aus diesem Grund kann kein großer und dauerhafter Gewichtsverlust erwartet werden. Vom gesundheitlichen Standpunkt bildet das Abnehmen durch fasten jedoch einen guten Ausgangspunkt für eine künftige Ernährungsumstellung. Scheinbar geläutert und frisch entgiftet mit ein paar Pfund weniger auf den Rippen lässt sich eine ganzheitliche Umstellung leichter in Angriff nehmen. Personen, die zum ersten Mal eine Fasten-Kur durchführen, sind gut beraten, einen Fachmann oder den Hausarzt um Unterstützung zu bitten.

Relevante Artikel: